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Lösunngsorientiertes Coaching

Wasserfall
Wasserfall

Menschen funktionieren nicht auf Knopfdruck, denn sie besitzen auch selbst keinen Knopf, mit dem sie sich und ihre Umwelt kontrollieren. Vielmehr sind wir zwar selbstbestimmte Individuen, aber gleichzeitig Teil eines sozialen Systems. Treten in diesem System – in der Familie, am Arbeitsplatz oder im Ehrenamt – Probleme auf, ist systemisches Coaching eine mögliche Antwort darauf. Die Bezeichnung ist aber nicht unumstritten.

Modewort oder anerkannte Fachrichtung?

Systemisches Coaching erinnert begrifflich an systemische Therapie, ein psychotherapeutisches Verfahren, das das Geflecht sozialer Beziehungen und die Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Zwar nennt der Internet-Ratgeber verschiedene Lebenskrisen wie Traumata, Trauerbewältigung, Verschuldung und Suchtprobleme als Anlässe für ein Coaching, und damit ergibt sich eine große Schnittmenge zur Psychotherapie. Der Wunsch nach einer Lebensberatung darf aber keinesfalls mit einer notwendigen Therapie verwechselt werden. Ein seriöser systemischer Coach wird darauf hinweisen und im Bedarfsfall eine Behandlung empfehlen. Beratungsgespräche bei privaten oder beruflichen Problemen als systemisches Coaching zu bezeichnen, ist aber sicher nicht übertrieben, wenn die Beratung das Gesamtsystem, in das der Klient eingebunden ist, angemessen berücksichtigt.

Coaching ist keine Problemlösung

Ein Argument der Kritiker systemischen Coachings ist der fehlende wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit. Dem lässt sich entgegenhalten: Systemisches Coaching in Fragen von Lebenskrisen strebt gar keine Patentrezepte  zur Lösung von Problemen an. Mit Zuhören, gezielten Rückfragen, Feedback und Übungen erhält der Klient eine Einladung, sich mit bestimmten Optionen in seinem Leben auseinanderzusetzen. Das Verständnis für Umwelt und Zusammenhänge, die Erkenntnis, dass nicht alles. was geschieht, als Ursache und Wirkung einzuordnen ist, erweitert das Angebot an Wahlmöglichkeiten. Was danach passiert, entzieht sich dem Einfluss des Coaches. Aber die Vorstufen sind wichtig. Menschen in einer scheinbar ausweglosen Situation verrennen sich häufig bei der Suche nach einer Ursache für ein Problem, statt einfach zu überlegen, welche Schritte dazu führen würden, dass das Problem nicht mehr auftritt. Im Labyrinth der Lösungsmöglichkeiten verfehlen sie die Türen, weil sie sich in Sackgassen gefangen glauben. Der systemische Coach kann auf verschiedene Ausgänge hinweisen – den Weg dorthin geht der Klient selbst.

 

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